Wilde Schönheit Estland
- travelfoto.ch

- 20. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Juli
Auf einer einwöchigen Reise durch die wilde Schönheit Estlands konnte ich viele Tiere wie Bären, Luchse, Marderhunde, Ringelrobben sowie viele Vögel beobachten.
Estland hat eine bewegte Geschichte, wurde das Land von mehreren Grossmächten beherrscht. Nach dem 1. Weltkrieg erklärten die Esten erstmals ihre Unabhängigkeit, wurden dann aber von der ehemaligen Sowjetunion besetzt. Erst 1989 konnten sie ihre Freiheit zurück erobern.
Estland ist nur unwesentlich grösser wie die Schweiz, hat aber lediglich 1.3 Mio. Einwohner.
Und so startete ich meine Reise im Westen des Landes, im Matsala-Nationalpark. Auf verschiedenen Entdeckungstouren konnte ich viele Vögel, Rehe, Hasen, Füchse und Luchse beobachten.
Mit der Fähre und einem Fischerboot ging es dann von der 2. grössten Insel Hiiumaa aus auf kleinere Inselchen, wo ich nebst Kormorannester Ringelrobben entdeckte.
Auf dem Flussdelta des Kasari konnte ich am Abend mehrere Biber beobachten.
Weiter ging die Reise zum Soomaa-Nationalpark, welcher Europas grösstes Regenmoor beheimatet. Dort unternahm ich eine Moorschuhwanderung, welche mich zu verschiedenen Seen führte.
Auf dem Raunda-Fluss paddelte ich im Kanu an uralten Fichten, Eichen und Zitterpappeln vorbei.
Und dann kam das eigentliche Highlights: die Bärenbeobachtung. Ich richtete mich mehr oder weniger gemütlich in einer Beobachtungshütte ein. Dabei war zuerst sehr viel Geduld angesagt. Diese wurde aber belohnt. Zuerst zeigten sich einige Vögel, dann huschte ein erster Marderhund vorbei. Weitere kamen dazu, ich konnte diese ausgiebig beobachten und fotografieren. Auch ein Dachs zeigte sich, er grub in der Erde und verspeiste wohl ein paar leckere Wurzeln. Und dann kam der grosse Moment, ein erster Bär inspizierte die Umgebung. Wie imposant diese Tiere doch sind. Bis weit nach Mitternacht konnte ich verschiedene Bären beobachten. Da es nun zu dunkel wurden, ruhte ich mich ein paar Stunden aus, bevor ich meine Speicherkarten weiter füllen konnte.
Nebst dieser wilden Seite Estland besuchte ich ein paar kleine Städtchen, wie Haapsalu, welche einst den russischen Zaren als Kur- und Erholungsort diente. Der ganz aus Holz erbaute Bahnhof, die Bischofsburg sowie ein Spaziergang an der Promenade rundeten diesen Besuch ab.
In Tori besuchte ich die Kirche sowie Tori-Hell, welche direkt neben dem Friedhof liegt. In Tori liegt auch die älteste Pferdezucht Estlands.
Rakvere liegt zu Füssen einer alten Burg und wurde 1250 erstmals als Wesenberg urkundlich erwähnt.
Meine Reise endete in Tallinn, der Hautstadt Estlands. Sie ist mit knapp 500'000 Einwohnern die grösste Stadt des Landes.
Nach so viel Natur und noch mehr Eindrücken mochte ich mich gar nicht mehr ins Altstadtgewühl stürzen, so dass ich nur einen kurzen Spaziergang durch die Gassen machte.




















































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