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Kanutour auf dem pelly river

Aktualisiert: 5. Sept. 2023

Ein langer Traum ging diesen Sommer in Erfüllung - eine Kanutour auf dem Pelly River, im kanadischen Yukon Territorium. Doch würde die Tour infolge der vielen Waldbrände überhaupt stattfinden können - JA! denn diese Region blieb zum Glück verschont.


So packte ich das Nötigste wie Schlafsack, Isomatte, Neoprenschuhe, Velohandschuhe sowie dichte Regenbekleidung (hatte diese 20 Minuten unter der Dusche getestet, denn nichts ist unangenehmer, wie den ganzen Tag nass auf einem Kanu zu paddeln) in einen wasserdichten Rucksack. Natürlich wurden auch Ersatzkleider und Thermounterwäsche mit eingepackt, denn die Nächte können ganz schön kalt werden.

Und dann ging es los - zuerst eine lange Fliegerei, eine kurze Nacht in Whitehorse mit anschliessender mehrstündiger Autofahrt bis in die Nähe von Ross River, wo ich noch eine Nacht auf einem Campground übernachtete.

Am nächsten Morgen fuhren wir (unser Grüppli bestand aus 4 Personen mit 2 Kanus) zum Fluss, wo wir die Kanus beluden. Der gesamte Proviant für die nächsten zwei Wochen, Kochgeschirr, Angelausrüstung, alles musste mit.

Und dann paddelten wir los. Die Zivilisation liessen wir schnell hinter uns, es wurde ruhig auf dem Fluss.

Pelly River

Ab und zu stoppten wir am Ufer, um eine Pinkel- oder Lunchpause zu machen.


Pelly River

Nach mehreren Stunden paddeln stellen wir unsere Zelte am Ufer des Flusses auf. Die Wetterstimmungen waren jeden Abend anders, aber immer atemberaubend, selbst wenn es regnete ;)


Pelly River

Unser Essen bereiteten wir am Feuer zu. Holz hatte es stets genügend, da entlang des gesamten Flusses viel Schwemmholz angeschwemmt wurde. Bereichert wurden unsere Mahlzeiten ab und zu mit frisch gefangenen Fischen, jedes Mal ein Highlight - danke den beiden Anglern!


Biber
Schwarzbär
Weisskopfadler

Die ersten beiden Stunden am morgen paddelten wir jeweils möglichst leise, niemand redete. Und so hatten wir öfters Glück und sahen unterschiedliche Tiere wie Biber, Bären, Elche oder Adler und viele mehr.


Pelly River

Die Landschaft entlang des Flusses änderte sich stetig. So gab es Abschnitte mit Bergsichten, dann fuhren wir durch einen Tannenwald, es gab viele Sandbänke und Inseln. Und sehr selten ging es nur geradeaus, meist reihte sich eine Kurve an die nächste. Dabei waren auch kleinere Stromschnellen zu überwinden, was jedoch kein Problem darstellte.


Polarlicht

Die Tage waren lang und anstrengend, so dass wir froh waren, nachts ruhen zu können. Doch in einer Nacht, als ich kurz raus musste, tanzte das Polarlicht über uns - welch schöner Moment. Mein Herz hüpfte und natürlich musste das Stativ auf die Schnelle aufgestellt werden, damit ich ein paar Fotos produzieren konnte. Je länger ich in den Himmel schaute, desto farbiger wurden die Polarlichter. Doch leider war ich so müde, dass ich nach einer Stunde aufgeben musste, um noch eine Mütze Schlaf zu kriegen.


Morgennebel am Pelly River

Es gab Morgen, die neblig und ungemütlich waren.


Morgenstimmung am Pelly River

Doch schon nach kurzer Zeit lösten sich die Nebelschwaden auf und wir konnten in schönstem Licht lospaddeln.


Und so verging die Zeit auf und am Fluss viel zu schnell, 400 km haben wir dabei zurück gelegt, keine anderen Menschen gesehen, kein Handyempfang (ach wie ist das herrlich, nicht ständig auf dieses Teil gucken zu müssen). Nur das Rauschen des Flusses, das Knistern des Feuers und das Rascheln (manchmal auch gehen) der Tiere gehört. Die schönste Art, vom Alltagsstress abzuschalten und zu regenerieren.





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